Presse

„Wo bleibt Hoffstätter? Mein Chef sitzt mir im Nacken, ich muss in vier Stunden 800 Wörter abgeben oder ich bin gefeuert, meine Mutter will mir einen Galant vorstellen – schon wieder! –  und ausgerechnet heute spielt mein Informant das scheue Rehchen?! Ich halte hier eine Mappe voller Zeugenberichte, die nicht einen Heller wert sind, wenn ich keine Beweise habe. Und ich muss es einfach beweisen! Richter Petzold hat zum letzten Mal die Hand aufgehalten – dieses Schwein gehört öffentlich bloßgestellt. Und mein Artikel wird dafür sorgen…“

Photographinnen, Filmschaffende, Reporter, Sekretärinnen, Bibliothekare und Autorinnen – es gibt viele, die zwar ebenso emsig nach der Wahrheit suchen wie die Polizei, das aber mit einem entscheidenden Unterschied: Sie haben Erfolg dabei! Ihr Ruf ist oft nicht der beste, ihre Methoden vereinzelt grenzlegal, aber sie alle eint der Zugriff auf Archive voller Fotos und Zeitgeschichte sowie die Verbissenheit eines Bluthunds. 

Anregung:

Wer sind deine Vorgesetzten und was erwarten sie von dir? Sind deine detektivischen Eskapaden geduldet oder ihnen ein Dorn im Auge? Wie wirkt sich das auf dein Verhalten aus? 

Wie weit bist du bereit, für den Erfolg deiner Recherchen zu gehen? Einbruch? Bestechung? Gar Fälschung von Beweisen? Oder folgst du dem moralischen Ehrenkodex der Presse? Vielleicht sogar etwas zu buchstabengetreu? Und wie viele Feinde hast du dir durch deine Neugierde bereits gemacht?

Ein-zwei Zeitungsartikel aus deiner Feder hast du doch sicher dabei, die beweisen, dass du mittendrin statt nur dabei warst.